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Mely Kiyak Kolumne: Lieber NSU-Ausschuss, Teil 3!

Kriminalhauptkommissar Markus Weber, zuständig für die Ermittlungen in der Keupstraße, erläuterte den Unterschied zwischen einem persönlichen und politischen Motiv. Es sei eine Frage der Definition, ob es sich um Fremdenfeindlichkeit handele, wenn man innerhalb einer Gruppe von Ausländern nur etwas gegen Türken habe. Da könne man durchaus von einem persönlichen Motiv sprechen. Außerdem erklärte Weber, was ein Zeuge ist. „Ein Zeuge ist eine vielfältige Erscheinung“, befand er und schickte seine Beamten „obwohl es teuer war“ zu einer Wahrsagerin, die mit Hilfe eines Kassettenrekorders Zeugenstimmen aus dem Jenseits hörte. Die Beamten konnten laut „Zeugenvernehmungsprotokoll“ die Stimmen nicht hören. Sämtliche Ermittler betonen, es hätte nie Hinweise auf Rechtsextremismus gegeben. In der Kölner Straßenbahn tauchte nach dem Anschlag ein Flugblatt auf: „Das war erst der Anfang. Deutsche, wehrt Euch!“ Das Flugblatt wurde von der Polizei als neutral beziehungsweise Widerstand gegen den Anschlag gewertet.

Und das allerbeste:

Untersuchungsausschuss (UA): Haben Sie im Geschichtsunterricht gelernt was in der Zeit des Nationalsozialismus an die Scheiben von jüdischen Geschäftsleuten mit Farbe geschmiert wurde? Weber (W): Das kann ich im Detail nicht sagen.

UA: Da stand: „Deutsche, wehrt euch! Kauft nicht bei Juden!“ Es ist unverständlich, wie man das Flugblatt als Widerstand gegen den Bombenschlag werten kann. W: Das kann man sicher so oder so interpretieren. UA: Wenn man Protest gegen den Anschlag in einer Straße von Geschäftsleuten mit Migrationshintergrund äußern will, schreibt man doch nicht „Deutsche, Wehrt euch!“ sondern: „Gemeinsam gegen die Taten“, oder? W: Das wäre sicher die bessere Formulierung.

Immer wieder: m(

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